Ein deutscher Physiker und Elektrotechniker (1845–1904) Zum Gedenken an seinen 100. Todestag
Vor 100 Jahren starb am 7. Januar 1904 in Berlin-Biesdorf der deutsche Physiker und Elektrotechniker Friedrich Franz Heinrich Philipp von Hefner-Alteneck. Er wurde am 27. April 1845 in Aschaffenburg als Sohn eines Kunsthistorikers geboren. Sein an der Technischen Hochschule München begonnenes Studium der Elektrotechnik schloss er 1867 am Züricher Polytechnikum ab.
Nachdem er Ende 1867 in Berlin eine Tätigkeit bei der Firma Siemens & Halske aufgenommen hatte, gelangen ihm dort seine wichtigsten technischen Erfindungen auf dem Gebiet der Schwachstromtechnik. Nach einem Jahr wurde er aufgrund seiner gezeigten Leistungen in die neu gegründete Konstruktionsabteilung versetzt. Anfangs arbeitete Hefner-Alteneck an der Durchbildung und Verbesserung von Telegrafen- und Blockeinrichtungen für Eisenbahnen. 1872 erfand er den Trommelanker für elektrische Maschinen. Dem folgte 1873 die Erfindung des Dosenschreibers. Mit diesem einer Schreibmaschine ähnlichen Apparat wurden eingetastete Buchstaben automatisch in Morsezeichen umgewandelt. Die von ihm 1878 erdachte Differenzialbogenlampe ermöglichte es, zahlreiche Bogenlampen in einem Stromkreis zusammenzuschalten. Für die Messung von Lichtstärken gab er als Bezugslichtquelle die mit Amylazetat gespeiste von ihm 1889 vorgeschlagene „Normallampe“ an, die als „Hefnerkerze“ von 1897 bis 1941 allen lichttechnischen Messungen als gesetzliche Einheit zu Grunde lag.
Abweichend von seinen elektrotechnischen Erfindungen entwickelte Hefner-Alteneck 1903 eine Zeigerschreibmaschine, die unter dem Namen „Mignon“ von der AEG hergestellt wurde.