Ein deutscher Postorganisator (1582–1654) Zum Gedenken an seinen 350. Todestag
Vor 350 Jahren verstarb am 4. März 1654 in Frankfurt (Main) der deutsche Postorganisator Johann von den Birghden. Er wurde am 7. Mai 1582 in Aachen geboren. Nach einer kurzen Dienstzeit beim spanischen Militär übernahm Birghden 1599 die Postverwaltung in Rheinhausen. Der Generaloberstpostmeister Lamoral I. von Taxis (1557–1624; von 1612 bis 1624 Generaloberstpostmeister) berief ihn am 24. Oktober 1613 als Postmeister nach Frankfurt (Main), um dort den Postdienst als Leiter des neu errichteten Postamtes aufzubauen. 1615 begründete Birghden die „Frankfurter Kaiserliche Reichs-Oberpostamtszeitung“, die unter seinen Nachfolgern als eine Art „Amtsblatt“ bis 1866 bestand. Wegen unbewiesener Anschuldigungen 1626 vorübergehend seines Amtes enthoben war er unter schwedischer Herrschaft von 1631 bis 1635 als Feldpostmeister tätig. Ständig unter schwierigsten Bedingungen arbeitend organisierte Birghden als einer der bedeutendsten Postmeister seiner Zeit während des 30-jährigen Krieges den Postdienst.