Ein deutscher Postorganisator (1640–1704) Zum Gedenken an seinen 300. Todestag
Vor 300 Jahren starb am 7. August 1704 in Malchow (bei Berlin) der Staatsmann und Postorganisator Paul Freiherr von Fuchs. Er wurde am 15. Dezember 1640 in Stettin (Szczecin/Polen) geboren. Sein Vater wirkte in seiner Geburtsstadt als Prediger. Fuchs studierte an verschiedenen deutschen und niederländischen Universitäten Jurisprudenz. Anschließend war er mehrere Jahre in Berlin als Advokat beim Hof- und Kammergericht angestellt, bis er 1667 einem Ruf als Jura-Professor an die Universität Duisburg folgte. Nach drei Jahren berief ihn der brandenburgische Kurfürst an den Berliner Hof. Seither als engster Berater des Kurfürsten im Staatsdienst stehend und an diplomatischen Entscheidungen beteiligt setzte sich Fuchs zugleich für eine Förderung der Wissenschaft ein. Er war maßgeblich an der Gründung der Universität Halle (Saale) im Jahre 1694 beteiligt, zu deren Einweihung er die Festrede hielt. Auf sein Mitwirken geht die Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften zurück.
Seine Dienste wurden mit der 1684 erfolgten Erhebung in den Adelsstand, mit dem Erwerb von Gütern in der Mark Brandenburg und Preußen belohnt. Außer den Geschäften eines Ministers wurde Fuchs 1688 das einträgliche Amt des Generalpostdirektors übertragen, welches er bis 1697 ausübte. Vor der Zeit seines Amtsantritts waren die Anfänge der Staatspost in Kurbrandenburg bereits geschaffen worden. Fuchs sorgte für den Ausbau der bestehenden und den Aufbau weiterer Postkurse. Kurz vor seinem Tode wurde Fuchs im August 1702 in den Reichs-Freiherrenstand erhoben und ein Jahr später mit dem Ehrenamt eines Kanzlers von Hinterpommern bedacht.