DGPT - Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte E.V.

Die institutionelle Bindung an die Deutsche Bundespost

Die Entstehung der Bezirksgruppen

Die ersten Jahre des Vereinsbestehens stehen ganz im Zeichen der Mitgliederakquise. Schon früh bedient sich die Gesellschaft dabei der Institution Post, deren Mitarbeiter die primäre Zielgruppe des Vereins sind. Am 30. Juli 1951 werden erstmals die Oberpostdirektionen zur Gründung von regionalen Bezirksgruppen aufgerufen. Schon im Juni 1952 sind es 15. Zum Januar 1953 zählt die Gesellschaft bereits 18 Bezirksgruppen auf dem Bundesgebiet und eine in West-Berlin. Als 1957 auch in Saarbrücken eine Oberpostdirektion eingerichtet wird, gründet sich vor Ort die 20. Bezirksgruppe der Gesellschaft. Damit ist die Gesellschaft in allen Oberpostdirektionen der Bundespost vertreten. Davon ausgenommen sind allein München und Regensburg, wo die „Gesellschaft zur Erforschung der Postgeschichte in Bayern“ aktiv ist.

Entwicklung der Mitgliederzahlen bis 1960

Die Gesellschaft und die Postreform

40 Jahre profitiert die Gesellschaft ungemein von der engen Bindung an die Deutsche Bundespost. Die Privatisierung der deutschen Postverwaltung stürzt den Verein jedoch in eine strukturelle Krise. Die 1990er Jahre stehen ganz in dem Bemühen, sich der neuen institionellen Situation anzupassen. Bis 1995 wird eine grundsätzliche Neuorganisation beschlossen, die beispielsweise auch die regionale Struktur der Gesellschaft betrifft. So werden die 21 Bezirksgruppen auf sechs Regionalbereiche reduziert, die nun mit der Region OST auch erstmals Ostdeutschland organisatorisch miteinbeziehen. Die Geschäftsstelle konzentriert seitdem sämtliche Verwaltungsabläufe in Frankfurt. Daneben wird die Gesellschaft in „Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V.“ umbenannt. Auch der Zweck des Vereins wird nun offener formuliert und nennt statt „der Pflege und Erforschung der deutschen Post- und Fernmeldegeschichte“ allgemeiner die „Volks- und Berufsbildung durch die Pflege und Erforschung der Kommunikationsgeschichte“ (Satzung 1995).