Inh.: Die Fahrzeugsammlung im Depot der Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Heusenstamm, 23 Abb.
An jedem ersten Freitag im Monat lädt das Sammlungsdepot in Heusenstamm zur öffentlichen Führung ein, und „Ahs“ und „Ohs“ sind gewiss, wenn sich die Türen zu den Hallen im Erdgeschoss öffnen. Gelbe, graue und blaue Fahrzeuge auf zwei, drei oder vier Rädern aus rund 125 Jahren Post- und Kommunikationsgeschichte stehen hier auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern.
Seit dem Jahr 2000 ist die Fahrzeugsammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Räumlichkeiten des ehemaligen Fernmeldezeugamts Heusenstamm untergebracht. Die Besucher sehen Fahrzeuge, die die Geschichte des Transports von Personen, Briefen und Gütern bei der Post dokumentieren, und die Typen, die beim Bau und Unterhalt der Telekommunikationsnetze eingesetzt wurde.
Bis weit ins 20. Jahrhundert wurden im Reichspostmuseum in Berlin aufgrund fehlender Depotflächen Fahrzeuge meist nur in Modellgröße gesammelt. Die bis 1920 eigenständigen Postverwaltungen in Bayern und Württemberg unterhielten eigene Sammlungen, und auch in regionalen Sammlungen, wie sie noch bis in die 1990er-Jahre bei vielen Oberpostdirektionen aufgebaut und betrieben wurden, überdauerten einzelne Fahrzeugverteranen ihre Ausmusterung. So blieben den Museen einige Spitzenstücke vom Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten, darunter der älteste erhaltene Postbus, ein Kraftomnibus von 1905, ein DAAG-Omnibus von 1925 und ein Phänomen Landkraftwagen von 1928. (...)