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Mit der Privatisierung der deutschen Bundespost 1995 gingen die Immobilien der Post auf der Grundlage der bisherigen Nutzung auf die Konzerne Deutsche Post DHL (bis März 2009 Deutsche Post World Net) und Deutsche Telekom AG über. Die in beiden Unternehmen vollzogenen Veränderungen führten zu erheblichen Leerständen ihrer ehemals betrieblich genutzten Räume. Zwangsläufig standen immer wieder die Bereinigung des Immobilienportfolios durch Veräußerung nicht mehr betriebsnotwendiger Immobilien und der Abbau von Mietflächen im Fokus der Geschäftsbereiche. Was ist aus den Postgebäuden geworden? Wer kann zu einzelnen Bauten Auskunft geben? Es geht dabei um einen Gesamtüberblick. In vielen Fällen wurde auch in der regionalen Presse über Verkäufe von Post- und Fernmeldegebäuden berichtet. Wer hat die Gebäude gekauft, wie und von wem werden sie genutzt, in welchem Zustand sind sie heute? Von bes. Interesse sind große (z.B. OPD-Gebäude) und denkmalgeschützte Postbauten. |
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Leipzig, Bahnpostamt: Das direkt am Leipziger Hauptbahnhof in der Brandenburger Straße 2 gelegene und früher durch einen Tunnel mit dem Bahnhof verbundene Gebäude beherbergte das 1868 eingerichtete Bahnpostamt Leipzig (Nr. 21). Seit 2008 ist in den denkmalgeschützten Mauern ein A&O Ho(s)tel untergebracht; mit 480 Betten in 150 Zimmern, zwei Tagungsräumen einem Frühstücksraum mit 120 Plätzen, einem Veranstaltungsraum und einer Bar in der ehemaligen Remise auf dem Hof.
Leipzig, Postscheckamt: Das neoklassizistische Gebäude wurde 1876/80 in der damaligen Hospitalstaße 4-8 (heute Prager Straße) als Königliches Paketpostamt und Königliches Zeitungsamt errichtet. Seit 1909 war im Gebäude das Postscheckamt Leipzig untergebracht. Seit dem Ende der DDR gab es für das 11 800 m² große Grundstück (7 000 m² Nutzfläche) lange Zeit keine Verwendung. Seit 2009 sind 5 000 m² vom neuen Eigentümer Stadtbau AG für 20 Jahre an Lecos vermietet, einen IT-Dienstleister, der Telefon- und Computer-Anschlüsse von mehreren Kommunen sowie städtischen Eigenbetrieben betreut. Das im Hof des Grundstücks gelegene dreigeschossige Gebäude, ursprünglich als Posthalterei mit Stallungen und Remisen errichtet, von der Stadtbau AG ebenfalls saniert und rekonstruiert, hat seit 2010 die Leipziger Universität angemietet. Sie nutzt die 2 000 m² für ihr seit Gründung der Universität im Jahre 1409 gewachsenes Universitätsarchiv. Leipzig, Bezirksdirektion und Hauptpostamt: Die an der Stelle der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Hauptpost in Leipzig, Augustusplatz (erbaut 1836/38, umgebaut 1884), 1961/64 errichtete Hauptpost war Sitz des Hauptpostamts und der Bezirksdirektion Leipzig der Deutschen Post. Das Gebäude mit dem dahinter liegenden Areal bis zur Querstraße wurde an die Alta Fides AG verkauft. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart hat das Gebäude in ein Vier-Sterne-Hotel mit 240 Betten und einem Kongresszentrum im Hof verwandelt. Abbildungen: MfK Berlin Geändert von koch (16.06.2010 um 17:41 Uhr) Grund: Fotos nachgetragen... |
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| Stichworte |
| neue nutzung, postgebäude, veräußerung |
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